Clean Eating

Die neue Sauberkeit

Ein Trend erobert die digitale Welt: Clean Eating lautet das Zauberwort, um das sich alles dreht, in diversen Food-Blogs ebenso wie in Fotodiensten wie Instagram und Pinterest. Ein Trend, der auch in der analogen Realität mit wachsender Begeisterung aufgenommen wird.

Insbesondere für all jene, die ihre Fitness steigern oder einige Pfunde abnehmen wollen, scheint dieser neue Ernährungsstil besonders attraktiv zu sein. Und das, obwohl Clean Eating von seiner Erfinderin, der Amerikanerin Tosca Reno, nie als ausgesprochenes Diätprogramm gedacht war. Vielmehr entwickelte sie Clean Eating als gesundheitsförderndes Ernährungskonzept, abseits von Convenience Food oder Fastfood.

Sauberes Essen

Oberste Devise beim Clean Eating ist es, Lebensmittel von hoher Qualität selbst zuzubereiten, um sich so natürlich und gesund wie möglich zu ernähren. Im Umkehrschluss bedeutet dies, auf verarbeitete Lebensmittel gänzlich zu verzichten.

Auf diese Weise sollen Zusatz- und Konservierungsstoffe, vor allem aber Zucker vermieden werden. Zucker ist vielen Produkten zugesetzt – solche einfachen Kohlehydrate, die auch in sämtlichen Weißmehlprodukten stecken, sind jedoch absolut tabu. Transfette, die in vielen verarbeiteten Lebensmitteln verborgen sind, werden beim Clean Eating ebenso wenig geduldet.

Clean Eating grüner Smoothie

Zu bevorzugen ist stattdessen eine Kombination aus komplexen Kohlehydraten – etwa Hafer-, Dinkel-, Gersten- und Roggenflocken – und Proteinen, die zum Beispiel mageres Fleisch liefern kann. Zudem ist viel Obst und Gemüse angesagt. Ergänzt wird diese Kost durch ausreichend gesunde, da ungesättigte Fettsäuren, die von pflanzlichen Ölen und von Nüssen geliefert werden.

Alles schön über den Tag verteilt

Ein wichtiger Aspekt beim Clean Eating ist zudem, die Nahrung auf sechs kleine Mahlzeiten pro Tag zu verteilen. Dadurch soll der Stoffwechsel permanent beschäftigt und die gefürchtete Heißhungerattacke verhindert werden.

All diese Zutaten in Maßen genossen und durch ausreichend Flüssigkeit, bevorzugt Wasser, ergänzt – fertig ist das Konzept vom sauberen Essen.

Kommt uns das alles nicht sehr vertraut vor?

Traditionelle Kost im neuen Gewand

Clean Eating rohes Ei

Nicht zufällig erinnern wir uns an Großmutters Hausmannskost, die liebevoll aus naturbelassenen vollwertigen Lebensmitteln, nach regionaler und saisonaler Verfügbarkeit ausgewählt, zubereitet wurde.

Das derzeit so angesagte Clean Eating bedient also durchaus verschiedene Erwartungshorizonte: als ausgewogener Ernährungsstil, der auf Gesundheitsförderung zielt – und im puren Lifestyle-Outfit einen zeitgemäßen Auftritt hat.

Mehr zu diesem Thema seht ihr unter anderem hier:
Instagram: Projekt Gesund Leben

(mv)

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