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Die Gedanken sind frei …

… und wir werden sie euch verraten: Gedanken zum Thema Esskultur, zur Frage Was isst der Mensch und – wenn es uns in den Kopf kommt – vielleicht auch viele weitere Ideen.

Damit die Gedanken nicht wie nächtliche Schatten vorbei-, sondern in die Welt hinaus fliegen und euch inspirieren, eure eigenen Gedanken zu entdecken.

Auf eure Meinungen, Visionen und Inspirationen freuen wir uns deshalb schon sehr.

 


Trost aus der Kindheit

Milchreis mit Zimt und Zucker und Beeren

Omas Milchreis-Rezept

Ich habe ein Viertel meiner Weisheit verloren. So könnte ich es der Einfachheit halber ja mal behaupten. Es klingt besser, auf jeden Fall klingt es ein bisschen schnittiger als die schnöde Wahrheit. Denn es war natürlich nicht meine Weisheit selbst (um die kämpfe ich ja noch immer ;-)), sondern ein Weisheitszahn, und ich habe ihn nicht verloren, sondern zugestimmt, dass er gezogen wird.

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Genuss aus Überzeugung

Orang Utan Baby

Vom nachhaltigen Leben ohne Schuldgefühle

Heute Morgen lächelte mich von einem Plakat ein Orang-Utan-Baby aus dem Arm seiner Mutter glücklich an, als ich das Nutella-Glas mitsamt seinem Palmöl-Gehalt zurück ins Regal stellte. Im Bioladen klang leise das freundliche Muhen einer Kuh aus kleinen Lautsprechern oberhalb der Regalreihe mit Biomilch. Und am Eier-Stand gackerte glücklich ein Huhn.

Nee, Quatsch, so war es natürlich nicht. Die Wahrheit ist wohl eher …

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Soylent oder Die Abwesenheit von Freude

A photo posted by Soylent (@soylent) on Jun 23, 2016 at 10:13am PDT

»Soylent Green is people!«, schreit Charlton Heston verzweifelt die schreckliche Wahrheit heraus, während er blutüberströmt auf einer Trage davongeschleppt wird. In dem 1973 entstandenen Science-Fiction-Film »Soylent Green« ist die Erde im Jahr 2022 hoffnungslos überbevölkert, die natürlichen Ressourcen sind erschöpft, Wasser und Nahrung sind knapp und das Klima ist aus dem Gleichgewicht, so dass immerzu quälende Hitze herrscht. Die Nahrungsversorgung der Menschen …

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Esskultur in Zeiten des Umzugs

Umzugskarton

UND ÜBERHAUPT: WELCHE ESSKULTUR?

Uff. Seit gestern ist es geschafft. Der beste Freund ist umgezogen. Was ich dabei am eigenen Leib erfahren habe: Außergewöhnliche Situationen führen zu außergewöhnlichen Maßnahmen. Und das gilt auch – wenn nicht sogar ganz besonders – für die eigene Ernährung.

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Der verschlossene Container

Schlaumal Lebensmittelverschwendung

Der Müllcontainer der Nachbarn einige Häuser weiter ist seit einigen Wochen mit einem Schloss gesichert. Ich bemerkte es nur zufällig und wunderte mich: Wieso jemand seinen Müll einschließen möchte, wollte sich mir nicht recht erschließen.

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Gib mich die Kirsche!

Rote Süßkirschen

BEGEISTERUNG FÜR EIN BESONDERES FRÜCHTCHEN

Fußball ist toll, klar. (Für die weniger Fußballbegeisterten: »Gib mich die Kirsche!« ist ein legendär gewordener Ruf des langjährigen BVB-Spielers Lothar Emmerich, wenn er im Eifer des Spiels von seinen Mitspielern den Ball forderte.) Aber Kirschen, die echten Kirschen, sind toller.

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EIN HERZ FÜR SONDERLINGE

Etepetete Videoclip Standbild

Plädoyer für krummes Gemüse

»Krummes Gemüse? Das interessiert mich nicht«, sagt die Freundin. Ich stutze. »Allen Ernstes? Du hast kein Interesse an dem Thema?«, frage ich nach. »Doch sicher«, erwidert die Freundin, »ich meine damit nur: Ist mir egal, ob krumm oder gerade. Ich mag die alle, und ich entscheide bestimmt nicht nach dem Aussehen. Gelackt sieht doch sowieso nur nach Retorte aus. Nee, perfekt ist nicht meins. Frisch soll es sein, möglichst bio, alles andere? Ist mir schnurz.«

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ERDBEER-LIEBE

Schale mit Erdbeeren

Dem Himmel sei Dank, es ist wieder Erdbeerzeit! Gibt es bessere Früchte als Erdbeeren? Für mich nicht. Schon als Kind habe ich die süßen Beeren geliebt – die botanisch keine Beeren, sondern Sammelnussfrüchte sind, schon klar – und konnte es kaum erwarten, dass sie im Beet heranreiften. Wenn es dann ungefähr ab Juni endlich so weit war und meine Oma die Erdbeerpflanzen zum Pflücken freigab, konnte ich meine Finger kaum aus dem Beet lassen – ich ließ mich nicht einmal von den Spinnen, die zwischen den Pflanzen herumrannten, abschrecken, und das will bei meiner Spinnen-Panik etwas heißen. Meine Reihe war denn auch immer viel zu schnell leergepflückt. Süß, saftig, aromatisch, immer wieder großartig.

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Der Trend und die Goldmacherkunst

I am pegan

ENTZAUBERUNG DER PEGANEN ERNÄHRUNG

Vegan hatte ich eigentlich googeln wollen, mal schauen, was sich so tut in der Welt von Fleischkonsum und Fleischverzicht. Doch Google, diese allwissende Wundertüte, die immer wieder mehr über mich weiß als ich selbst, fragte zuvorkommend: Meintest du vielleicht vegan?

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Krabbeln im Bauch

Heupferd

INSEKTEN – DIE NAHRUNG DER ZUKUNFT

Irgendwo in Afrika. Konzentriert pult der Junge eine fette weiße Made aus dem Stamm und schiebt sie sich genießerisch in den Mund. Schmatzend verspeist er seinen Fund, strahlt danach in die Kamera. Diese Szene, die ich als Kind in einem Dokumentarfilm verfolgen konnte, hat sich mir tief ins Gedächtnis eingegraben. Noch heute schwanke ich bei dem Gedanken daran zwischen Faszination und Grausen. Im Grunde sah der Junge aus, als würde er einen Marshmallow verzehren. Nur dass dieser Marshmallow lebte.

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WENN MORGEN MEINE KONSUMWELT UNTERGINGE

Fleischtheke

BEKENNTNISSE EINER GELEGENTLICHEN FLEISCHKONSUMENTIN

Wenn morgen die Konsumwelt unterginge und ich gehörte – aller Wahrscheinlichkeit zum Trotze – zu den Überlebenden, ich hätte nicht lange etwas davon. Ich würde mehr oder weniger auf der Stelle verhungern. Denn ich bin eine dieser Wohlstandsverwöhnten, die es gewohnt sind, sämtliche Nahrung dort zu besorgen, wo die Welt es gemeint hat: im Laden.

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VERONIKA, DER SPARGEL WÄCHST

Weisser Spargel

Frühlingszeit ist Spargelzeit! Die Säfte steigen, es grünt und blüht, und auch der Spargel versucht endlich wieder, sein Köpfchen aus der angehäufelten Erde zu strecken … Öhm, wer jetzt allerdings auf schlüpfrige Gedanken verfällt, der ist hier bedauerlicherweise ganz falsch. Heute geht es hier tatsächlich einzig und allein um Gemüsespargel.

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PARALLELWELTEN IN DER ESSKULTUR 2

Surrogates

DER MENSCH AUF DER SUCHE NACH ANERKENNUNG

Die begeisterte Annahme der sozialen Medien erinnert mich manchmal an diesen Sci-Fi-Thriller mit Bruce Willis (ja, ich gebe es zu, für den ich ein gewisses Faible hege: Yippie-ya-yeah, Schweinebacke). Der Film ist nicht sonderlich gut umgesetzt, aber die Idee, die dem Drehbuch zugrunde liegt, hat es in sich.

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PARALLELWELTEN IN DER ESSKULTUR 1

Mahlzeit

VOM LEBEN OHNE EIGENE FOODFOTOS

Die gemeinsame Mahlzeit – für mich ist sie ja eine ganz fabelhafte Einrichtung menschlicher Gesellschaft. Ich stelle mir dabei gern eine Runde fröhlich schwatzender Leute vor, die um einen Tisch sitzen. Der eine langt hierhin, der andere dorthin, es wird munter gekaut, ge*hmmm*t und geschluckt, die Gläser klirren, das Besteck klappert, Gelächter erfüllt den Raum. Anfangs noch hübsch eingedeckt, verwandelt sich der Tisch allmählich in ein Tohuwabohu – und niemanden stört es.

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Quinoa – Mission Hoffnung

Quinoa-Pflanze

Das nährstoffreiche, glutenfreie Pseudogetreide Quinoa ist mehr als bereichernder Bestandteil einer gesunden, ausgewogenen Ernährung. Seine Bedeutung geht weit über jeden Ernährungstrend hinaus. Quinoa ist zugleich einer der Hoffnungsträger, die Ernährung der Menschheit auch in der Zukunft zu sichern.

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Nicht Selbstoptimierung, sondern Selbstbestimmung

Laufuhren

ELEKTRONISCH UNTERSTÜTZTES ESSVERHALTEN

Zu den ersten technischen Hilfsmitteln zur Optimierung unseres Selbst gehörten die sogenannten Activity Tracker. Anfangs waren sie nicht mehr als ein Pedometer, das zugleich Herzfrequenz und Höhenmeter überwachte. Sie sollten (und sollen) dem geneigten Nutzer helfen, die eigene Fitness zu kontrollieren und natürlich zu verbessern.

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Wenn die Ernährung Bauchweh verursacht

Spiegelei in der Pfanne

EIN INTERVIEW MIT DER
ERNÄHRUNGSWISSENSCHAFTLERIN BIRGITTA TUMMEL

Birgitta Tummel ist freiberufliche Ernährungswissenschaftlerin in Bonn. Sie bietet Seminare, Vorträge und Mitarbeiterschulungen zu Lebensmittelinhaltsstoffen und Allergien für das Lebensmittelhandwerk und den Lebensmitteleinzelhandel an. Ein wichtiger Arbeitsschwerpunkt ist für sie die Ernährungsberatung bei Nahrungsmittelunverträglichkeiten.

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Superkeks im Supermarkt

Bodybuilder

Ich denke, es ist völlig natürlich, lange leben zu wollen. Ein hohes Alter erreichen und dabei auch noch gesund bleiben zu wollen. Gemeinhin nennt man das Überlebenswillen. Nur – wann haben wir eigentlich aufgehört, uns auch in Würde altern zu lassen?

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Detox-Party, Baby!

bunte Smoothies

Kürzlich erzählte mir die Freundin von einem Beitrag, den sie im Radio gehört hatte. Ein Mann sei auf einer Detox-Party gewesen. Das Fragezeichen in meinem erstaunten Blick leuchtete wohl groß und deutlich, denn die Freundin beeilte sich hinzuzufügen: »Detox, Barbara, nicht Botox.«

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Molekularküche

molekulares Essen Verkapselung

KULINARISCHE AVANTGARDE ODER KÜCHE VON ÜBERMORGEN?

Das Experimentieren mit Nahrungsmitteln, das Erforschen von Aggregatzuständen und Garmethoden genießt in der molekularen Küche einen besonderen Stellenwert. Wenn dabei spezielles Equipment – wie Mikroskop, Infrarotthermometer und Spezialspritzen – zum Einsatz kommt, gewinnt man schnell den Eindruck, man befände sich mitten in einem wissenschaftlichen Labor.

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Macht Hunger süchtig?

Fasten und Hunger – leere Gabel

Kennt ihr euch mit Heilfasten aus? Es hat nichts mit der christlichen Fastenzeit vor Ostern oder mit Ramadan zu tun. Heilfasten ist nicht religiös motiviert, sondern als Kur für Körper und Seele gedacht.

Heilfasten soll den Körper entschlacken (entgiften), neue Lebensenergie und gute Laune schenken. Man nimmt dabei kaum oder auch gar keine feste Nahrung zu sich, stattdessen Brühe und Getränke. Es gibt auch Ausnahmen, wie das Früchtefasten, dabei isst man eben nur Früchte, Nüsse, Kräuter und Gemüse.

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Wie viel Glück steckt in einer Banane?

Gestapelte Bananenstauden

Ich bin sicher, dass ich durch Essen meine Stimmung beeinflussen kann – na gut, mal davon abgesehen, dass ich bei Hunger schlechte Laune bekomme, aber so richtig.

Brauche ich Muntermacher für meine Seele, dann greife ich instinktiv zu bestimmten Nahrungsmitteln. Das geht weit darüber hinaus, dass mein Morgenkaffee unverzichtbar ist, um gefahrlos in den Tag zu kommen (was wiederum vermutlich reine Einbildung ist).

Um meinen Akku aufzuladen und zugleich meine Stimmung zu heben, bevorzuge ich zum Beispiel Bananen oder Schokolade oder – Nudeln! Nudeln machen glücklich! Jedenfalls mich. Was mich zu der Frage bringt: Lässt sich dieses Glück messen? Wie viel Glück steckt denn in so einer Banane?

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